Was eine Landingpage kostet, und woran das liegt

Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab. Die nützliche Antwort erklärt, wovon. Hier stehen die Posten, die den Unterschied zwischen tausend und zehntausend Euro ausmachen.

wolkworx, 6 Min. Lesezeit

„Was kostet eine Landingpage?“ ist die häufigste erste Frage, und sie ist völlig berechtigt. Die übliche Antwort lautet „Das hängt vom Umfang ab“, und das ist zwar richtig, hilft aber niemandem weiter.

Deshalb hier der Versuch, es anders zu machen: nicht mit einer Zahl, sondern mit den Posten, aus denen die Zahl entsteht. Danach könnt ihr jedes Angebot lesen, auch unseres.

Posten eins: Wie viel muss vorher gedacht werden

Eine Seite für ein Produkt, das ihr in zwei Sätzen erklären könnt, ist schnell gebaut. Der Aufwand steckt woanders.

Bei einem unserer Projekte, einem Meisterbetrieb für Sanierung, war die eigentliche Arbeit die Frage, wie viele Seiten es überhaupt braucht. Die Antwort war: acht. Für jede Leistung eine, von der Dachsanierung bis zum Baumanagement, weil jemand mit einem undichten Dach nach „Dachsanierung“ sucht und nicht nach „Sanierungsbetrieb“. Eine einzige Seite für alles hätte für keinen dieser Suchbegriffe funktioniert.

Diese Entscheidung fällt vor der ersten Zeile Code, und sie entscheidet über den Preis stärker als alles danach.

Posten zwei: Woher die Inhalte kommen

Text, Bilder, Videos. Wenn ihr Fotos habt, die etwas taugen, und jemanden im Haus, der schreiben kann, spart ihr einen erheblichen Teil.

Wenn nicht, ist das kein Beinbruch, aber es ist Arbeit. Ein Termin vor Ort, Aufnahmen, Schnitt, Texte, Korrekturschleifen. Das ist oft der größte einzelne Posten und derjenige, den Angebote gern kleinrechnen.

Ein Hinweis aus Erfahrung: Wer beim Angebot liest „Texte werden vom Kunden gestellt" und das überliest, zahlt es später mit Zeit. Diese Texte schreiben sich nicht nebenbei.

Posten drei: Was nach dem Launch passieren soll

Eine Seite, die informiert, ist das eine. Eine Seite, die Anfragen einsammelt und sie dorthin schickt, wo ihr sie bearbeitet, ist etwas anderes.

Dazwischen liegen Formularlogik, Weiterleitung ins Postfach oder CRM, ein Fragebogen, der Eckdaten klärt, bevor jemand anruft, und die Messung, ob das Ganze funktioniert. Bei demselben Projekt war das ein eigener Funnel: Wer noch rechnet statt zu kaufen, kommt darüber trotzdem in Kontakt.

Das ist kein Beiwerk. Ohne diesen Teil habt ihr eine Visitenkarte.

Posten vier: Wie schnell es gehen soll

Drei bis vier Wochen sind für eine Landingpage ein realistischer Rahmen, wenn Inhalte vorhanden sind und Rückmeldungen innerhalb weniger Tage kommen.

Schneller geht, kostet aber, weil andere Dinge liegen bleiben müssen. Und langsamer ist oft teurer, als es aussieht: Jede Woche Pause bedeutet, dass sich alle Beteiligten wieder neu einlesen.

Woran ihr ein zu billiges Angebot erkennt

Es gibt Seiten für ein paar hundert Euro. Manchmal ist das genau richtig, etwa wenn ihr wirklich nur eine erreichbare Adresse im Netz braucht.

Prüft in dem Fall drei Dinge:

Wem gehören die Zugänge? Domain, Hosting, Analytics, Werbekonten. Wenn die auf den Namen der Agentur laufen, könnt ihr nicht wechseln, ohne von vorn anzufangen. Das merkt man typischerweise erst, wenn man wechseln will.

Was passiert beim nächsten Update? Baukastensysteme und Templates altern. Fragt, wer die Seite in zwei Jahren anfasst und was das dann kostet.

Läuft die Seite auf einem Handy? Nicht „ist sie responsiv“ — das behauptet jedes Angebot. Sondern: Wie lange lädt sie über Mobilfunk? Das lässt sich in dreißig Sekunden mit PageSpeed Insights prüfen, und die Antwort ist häufig ernüchternd.

Was wir konkret machen

Unser Kontaktformular fragt nach einer Budget-Spanne, von unter tausend bis über zehntausend Euro. Das ist keine Preisliste, sondern der Versuch, das Gespräch abzukürzen: Wir sagen euch im Erstgespräch, was in eurer Spanne realistisch ist, und wenn es nicht passt, sagen wir das auch.

Was fest steht: Das Erstgespräch kostet nichts. Die Zusammenarbeit ist monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit. Und die Zugänge gehören euch, vom ersten Tag an.

Wenn ihr eine Zahl für euren Fall wollt, schreibt uns. Meistens reicht ein Telefonat, um zu sagen, in welcher Größenordnung wir uns bewegen.

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